Trödelmarktarten

Antikmarkt oder Flohmarkt?

Ein Flohmarkt ist nicht immer ein Ort, an dem Trödel und altes, ungebrauchtes verkauft wird. Oftmals haben sie sogar ein bestimmtes Thema, befassen sich mit einer bestimmten Art von Gegenstand. So gibt es beispielsweise Kinderflohmärkte, auf denen Mütter die alte, aber noch gut erhaltene Kleidung ihrer Kinder oder auch deren Spielzeug, an andere Mütter, die gerade diese brauchen verkaufen. Oftmals sind es die Kinder selber, die ihre nicht mehr gewollten Spielsachen an das Kind bringen. So wird dies zum Austauschplatz zwischen Kindern und Müttern – weitaus mehr als nur ein Flohmarkt im herkömmlichen Sinne. Diese Kinder-Flohmärkte werden häufig von der Gemeinde oder der Kirche organisiert, um den Müttern ein wenig bei den Kosten zu helfen, denn kaum etwas anderes ist so teuer, wie ein Kind – oder gar mehrere.

Auf dem Dachboden bei Großmuttern eine alte Vase gefunden? Alte Bücher oder auch sogar Möbel, die man selber niemals benutzen würde? Oder vielleicht selber Sammler alter Werbeplakate aus der Jahrhundertwende? Der Antikflohmarkt bietet nicht einfach nur altes, sondern hat weit höhere Ansprüche. Es gilt als antik nur das, was ein Mindestalter hat, es muss einwandfrei sein und dem Thema angepasst. Alte Bücher, hochwertige Antiquitäten, alte Grammophone, Schmuck und Gemälde kann man hier finden. Sammler und Experten treffen sich auf solchen fast schon Messen, tauschen sich unter einander aus, kaufen und verkaufen wertvolles für natürlich auch angemessenere Preise. Mit ein paar Franken bekommt man hier meist nichts.

Sperrmüll-Flohmärkte sind hingegen eher alter Hausrat, der nicht mehr gebraucht wird. Dazu kann die alte Kommode genauso gehören, wie der Druck der Beatles in Lebensgröße. Hier geht es eher um altes, nicht besonders wertvolles. Was der eine wegschmeißt, kann der andere aber gerade gut gebrauchen.

Zu den Sammlerflohmärkten gehören Philatelie, Tonträger, Möbel, Bücher, Porzellan und andere.

Flohmärkte kann man privat organisieren, werden oftmals von der Gemeinde ins Leben gerufen oder auch von professionellen Flohmarktanbietern. Dabei können sie zu karikativen aber auch reinen kommerziellen Zwecken organisiert werden. Viele, auf denen man altes aus dem Haushalt verkauft oder auch günstigere Neuware, werden zum Geldmachen genutzt, die Atmosphäre ist hier nicht im Mittelpunkt. Ein richtiges Flohmarkt-Feeling bekommt man auf denen, die meist auch ein Thema haben, ein Nachtflohmarkt zum Beispiel kann sehr "flohmarktig" sein.

Spendenflohmärkte von Gemeinden, Kirchen oder karikativen Institutionen sammeln Geld für den guten Zweck. Etwa zur Hilfe von Erdbebenopfern oder hungernden Kindern. Dabei geht es weniger ums Feilschen und das typische Flohmarktverhalten, als um die Spende selber. Um so mehr man zahlt, um so mehr kommt der Organisation zu gute.

Aufregend sind Nachtflohmärkte, die meistens am frühen Abend beginnen und bis Mitternacht andauern. Nach der Arbeit kann man noch wunderbar bummeln gehen und viele empfinden diesen doch immer noch seltenen Event sehr aufregend und spannend. Nicht zu unrecht, denn bei Kerzenschein lässt es sich einfach gemütlicher stöbern. Viele dieser Märkte kosten jedoch wegen des höheren Aufwands auch einen Eintritt.


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208 Flohmärkte in 458 Städten online | 09.12.2019 | Online: 20