Flohmarkt als Medium
Medium Trödelmarkt
Um neues zu erfahren, was im Land passierte und beim Nachbarn aktuell war, hatte man früher nicht die Möglichkeit, eine Zeitung zu kaufen, Fernseher oder Radio einfach anzustellen und man wusste, was Tausende von Kilometern passierte. Aber woher wussten die Menschen auf dem Lande, was in der Stadt passierte? Dass die Hunnen auf dem Marsch gen Westen waren oder was der König als Mode ansah? Sie gingen auf den Markt. Vielleicht nur einmal in der Woche oder sogar weniger gab es Markt in allen etwas größeren Ortschaften und Händler aus allen Himmelsrichtungen kamen, um ihre Waren zu verkaufen. Hier wurden nicht nur Waren ausgetauscht, sondern auch das Neueste vom Neuen. Es wurde über den König gesprochen, Kriege, die in fernen Ländereien geführt wurden und Nachbarn, die sonst zu weit entfernt von einander wohnten, erzählten sich ihre Geschichten.
Der Flohmarkt ist da nicht anders. Auch heute wird hier noch weit aus mehr als nur die Ware umgeschlagen. Findet ein Flohmarkt in der näheren Umgebung mehrmals im Jahr statt, trifft man auf Freunde und Bekannte, erzählt man sich das aktuellste. Und dabei findet man auch neue Bekanntschaften. Da wühlt einer schon den fünften Plattenkarton durch – genauso wie man selber. Man kommt ins Gespräch, erfährt von anderen Plattenbörsen, tauscht sich mit seiner Sammlerleidenschaft aus.
An den vielen Gesichtern kann man sehen, wer schon "erfolgreich" war und wer noch sucht, wer eigentlich "nur so" hier durch die Gänge schlendert und wer gedankenversunken hinterher trottet. Dabei gibt es auch viele, die sich eine alte Plastikvase kaufen, nur um überhaupt etwas gekauft zu haben.
Auf karikativen Flohmärkten sind immer besonders viele Menschen anzutreffen. Hier ist allerdings weniger Interesse an den Artikeln, als vielmehr an der Spende. Da werden von Kirchen, Gemeinden und Organisationen Flohmärkte "zum guten Zweck" organisiert und man kauft, um etwas zu spenden. Eine Art Absolution für viele, es gibt das Gefühl, etwas gutes getan zu haben, ohne sich selber wirklich mit dem Thema auseinander setzen zu müssen. Und zuhause guckt man auf den alten Nachttopf mit Sprung, stellt einen Blumentopf hinein und kann allen sagen: „Ich habe gespendet!“
Um neues zu erfahren, was im Land passierte und beim Nachbarn aktuell war, hatte man früher nicht die Möglichkeit, eine Zeitung zu kaufen, Fernseher oder Radio einfach anzustellen und man wusste, was Tausende von Kilometern passierte. Aber woher wussten die Menschen auf dem Lande, was in der Stadt passierte? Dass die Hunnen auf dem Marsch gen Westen waren oder was der König als Mode ansah? Sie gingen auf den Markt. Vielleicht nur einmal in der Woche oder sogar weniger gab es Markt in allen etwas größeren Ortschaften und Händler aus allen Himmelsrichtungen kamen, um ihre Waren zu verkaufen. Hier wurden nicht nur Waren ausgetauscht, sondern auch das Neueste vom Neuen. Es wurde über den König gesprochen, Kriege, die in fernen Ländereien geführt wurden und Nachbarn, die sonst zu weit entfernt von einander wohnten, erzählten sich ihre Geschichten.
Der Flohmarkt ist da nicht anders. Auch heute wird hier noch weit aus mehr als nur die Ware umgeschlagen. Findet ein Flohmarkt in der näheren Umgebung mehrmals im Jahr statt, trifft man auf Freunde und Bekannte, erzählt man sich das aktuellste. Und dabei findet man auch neue Bekanntschaften. Da wühlt einer schon den fünften Plattenkarton durch – genauso wie man selber. Man kommt ins Gespräch, erfährt von anderen Plattenbörsen, tauscht sich mit seiner Sammlerleidenschaft aus.
An den vielen Gesichtern kann man sehen, wer schon "erfolgreich" war und wer noch sucht, wer eigentlich "nur so" hier durch die Gänge schlendert und wer gedankenversunken hinterher trottet. Dabei gibt es auch viele, die sich eine alte Plastikvase kaufen, nur um überhaupt etwas gekauft zu haben.
Auf karikativen Flohmärkten sind immer besonders viele Menschen anzutreffen. Hier ist allerdings weniger Interesse an den Artikeln, als vielmehr an der Spende. Da werden von Kirchen, Gemeinden und Organisationen Flohmärkte "zum guten Zweck" organisiert und man kauft, um etwas zu spenden. Eine Art Absolution für viele, es gibt das Gefühl, etwas gutes getan zu haben, ohne sich selber wirklich mit dem Thema auseinander setzen zu müssen. Und zuhause guckt man auf den alten Nachttopf mit Sprung, stellt einen Blumentopf hinein und kann allen sagen: „Ich habe gespendet!“
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